"Früher hatten wir nur einen Stuhl für Tische, an denen jemand allein sass. Aber für mich fühlte sich das komisch an. Also dachte ich, ich gebe ihnen etwas Gesellschaft."

Menschen reservierten Tische extra um mit den Pandas zu sitzen. Ein Stofftier. Das dafür sorgt, dass sich jemand weniger allein fühlt. In einem Restaurant.

Das Führungsprinzip in dieser Geste

Für alle Hotel- und Restaurantleiterinnen und -leiter die das hier lesen: Dieser Besitzer hat bemerkt, wie es sich anfühlt. Nicht wie es aussieht. Nicht was die Vorschrift verlangt. Wie es sich anfühlt.

Das ist die gesamte Diskussion über nachhaltige Führung im Gastgewerbe in einer einzigen kleinen Geste.

Wir sind brilliant darin zu bemerken, wie es Gästen geht. Wie der Tisch gedeckt ist. Wie die Begrüssung ankommt. Wie die Beschwerde gelöst wird. Aber wer bemerkt, wie es sich für die Menschen auf der anderen Seite anfühlt?

Die Menschen auf der anderen SeiteDen Koch, der zwischen den Schichten allein isst. Die Housekeeperin, die nie ein Dankeschön bekommt. Das Rezeptionsteam, das gefragt wird wie sich der Gast gefühlt hat. Nie, wie sie sich fühlen.

Dafür braucht es kein Programm

Es braucht Aufmerksamkeit. Und eine Führungskultur in der das Bemerken erwartet wird: nicht die Ausnahme ist.

Manchmal ist der mutigste Akt von Führung schlicht zu sagen: Das fühlt sich falsch an. Ich ändere das. Nicht mit einem Budget. Nicht mit einer Richtlinie. Mit einem Stoffpanda, wenn es das braucht.