Wer sind unsere treuesten Stammgäste?
Der Koch der diese Küche seit sechs Jahren führt. Die Housekeeperin die jeden Winkel jedes Zimmers kennt. Die Servicemitarbeiterin die sich an jeden Gast erinnert weil sie lange genug da ist. Die Rezeptionistin die den ganzen Empfang an einem vollen Freitag zusammenhält.
Das sind unsere Stammgäste. Die Menschen die kommen. Die die Erlebnisse tragen. Die alles möglich machen.
Und trotzdem studieren wir sie selten so wie wir unsere Gäste studieren. Wir fragen selten was sie brauchen bevor sie es sagen müssen. Wir bemerken selten die kleinen Zeichen die uns zeigen, dass jemand auf Reserve läuft.
Was die langfristigen Kosten sind
Krankmeldungen. Die besten Mitarbeitenden die gehen. Doppelschichten weil niemand mehr im Gastgewerbe arbeiten will. Irgendwann muss sich etwas ändern. Und bald.
Denn die nächste Generation toleriert das nicht mehr. Sie ist nicht schwächer. Sie akzeptiert schlicht nicht mehr was die vorherige Generation normalisiert hat.
Und ehrlich gesagt haben sie recht.
Die Betriebe die ihre Menschen halten, sind die, welche die Aufmerksamkeit die sie ihren Gästen schenken, auch ihren Mitarbeitenden zukommen lassen. Nicht als Wellbeing-Initiative. Als operative Priorität.